Otto Hopfenmüller

Der Priester und Missionar aus einem Dorf bei Bamberg ist in ganz Meghalaya als der Mann bekannt, der genau vor 130 Jahren den katholischen Glauben nach Nordost-Indien brachte.

Leben in der Diözese Bamberg

Lorenz Hopfenmüller wurde 1844 in Weismain ca. 50 km entfernt von Bamberg geboren und in Bamberg zum Priester geweiht. Er wurde Gründungsmitglied und Redakteur der Zeitschrift „Bamberger Volksblatt“, die politisch sehr kritisch war. Das brachte ihm mehrere Gefängnisaufenthalte ein.

Nach diesen Einschnitten, die ihn körperlich und seelisch sehr mitnahmen, wurde er in Reichmannsdorf und Seußling als Pfarrer eingesetzt, wo er intensiv für die Rechte der armen Menschen kämpfte.

Leben in Rom

Nach dem Tod seiner Eltern 1884 (Vater) und 1887 (Mutter) trat er dem Orden der „Katholischen Lehrgesellschaft“ (später: „Gesellschaft des Göttlichen Heilandes“ und seither bekannt als „Die Salvatorianer“) bei, dessen Hauptsitz in Rom liegt, da es schon immer sein Herzenswunsch war, in die Mission zu gehen. In Anlehnung an den heiligen Missionsbischof Otto von Bamberg wählte er den Ordensnamen Otto.

Aufbruch nach Indien

1890 brach er nach Assam/Nordost-Indien auf. Die Verhältnisse waren extrem ärmlich. Er wohnte sehr spartanisch, ernährte sich sehr schlecht, arbeitete sehr hart. Auch die klimatischen Umstände waren sehr widrig – kalte Nächte, sehr heiße Tage mit starker Sonneneinstrahlung. Pater Otto Hopfenmüller lernte die Sprache des Volkes, Khasi, trat in Kontakt mit den Menschen und schonte sich nicht. Und genau das wurde ihm zum Verhängnis: Bereits nach ½ Jahr starb er im Alter von 46 Jahren an Meningitis, Hirnhautentzündung.

Verehrung bis heute

Bis heute wird Pater Otto Hopfenmüller in Nordost-Indien sehr verehrt. Die Anzahl der Katholiken wuchs von damals ca. 250 auf heute über 2 Millionen an. Seine Gebeine wurden 2001 in die Hauptstadt Shillong verlegt, direkt neben der großen Kathedrale. Seine Verehrung nimmt bis heute weiter zu.